Nählexikon

In meinen Einträgen kommen immer wieder Begriffe vor, die vielleicht nicht jedem etwas sagen. Diesen Beitrag widme ich speziellen Fachbegriffen und möchte sie euch erklären. Bei jedem Blogeintrag, der hinzukommt, wird auch das Lexikon hier upgedated:

Blindstich:

Eine unsichtbare Art den Saum umzunähen. In der Industrie gibt es dafür spezielle Maschinen und auch einige Haushaltsnähmaschinen können einen solchen Stich. Eine detaillierte Erklärung, wie es per Hand genau funktioniert findet ihr oben in der Beitragsverlinkung „Blindstich“. Er wird prinzipiell für Anzugshosen, Röcke, etc. verwendet, wenn es eben unsichtbar sein soll 🙂

Bügelfalz:

Der Knick, der durch das Bügeln entstanden ist.

fadenlauf:

Damit ist die Richtung gemeint, wie ihr euer Schnittteil auf den Stoff legt. Er wird durch einen geraden Pfeil auf dem Schnittteil markiert. Am Stoff könnt ihr ihn erkennen, weil er immer parallel zur Webkante ist. Nie einfach kreuz und quer zuschneiden! Bei sogenannten „Kopfmustern“ müsst ihr auch darauf achten, dass ihr die richtige Richtung beibehaltet.

Fixieren:

Heißt soviel wie feststecken, hochstecken, wenn es im Zusammenhang mit Nadeln benutzt wird. Kann auch bedeuten, dass man einen Teil festnäht, dass er sich nicht wieder bewegt/ umklappt.

innere beinnaht:

Naht, die bei der Hose innen an den Beinen ist.

knipse:

Sie dienen als Markierungen beim Nähen und werden durch einen kleinen Einschnitt (ca. 3 mm lang) markiert. Hauptsächlich werden sie bei Saummarkierungen, Falten, Abnäher oder längeren Nähten, wo bestimmte Punkte unbedingt aufeinandertreffen sollen, genutzt.

Linke Stoffseite (links):

Die Rückseite des Stoffes, die oft nicht so schön ist 🙂

Nahtzugabe:

Der Abstand von der eigentlichen Naht bis zur Schnittkante/ Ende des Stoffes. Normale Teilungsnähte haben meist 1cm Nahtzugabe, während eine Seitennaht oder ein Saum auch mal mehr Nahtzugabe haben können. Wenn sie allerdings mehr als 1 cm ist, dann wird sie durch Knipse markiert.

Originalsaum:

Beim Hosen kürzen ist der Originalsaum der ursprüngliche Saum. Also die Naht, die unten am Hosenbein schon genäht ist.

Rechte Stoffseite (rechts):

Damit ist die schöne Stoffseite gemeint. Manchmal ist es leicht zu erkennen welches die rechte Stoffseite ist, manchmal etwas schwerer. Die Rückseite vom Stoff ist die linke Stoffseite.

Saum:

Ihr könnt ihn unten an Kleidungsstücken finden. Es ist der Teil, der umgenäht wird (entweder doppelt umgeschlagen, oder einfach), dass der Rand nicht ausfranst.

Seitennaht:

Bei einem Kleidungsstück immer die Naht die an den Seiten des Körpers liegen.

stoßband:

Auch Hosenschonerband bekannt. Bei Anzugshosen wird es unten für den Saum verwendet und es schaut ca. 1-2 mm raus. Es soll die Pillingbildung durch Reibung am Schuh vermieden werden, weil es ja doch oft eine etwas schönere Hose ist 🙂

Umbruch:

Wenn etwas umgeschlagen/ umgeklappt wird.

Verriegeln:

Grundsätzlich wenn ihr näht, müsst ihr am Anfang und Ende einer Naht unbedingt verriegeln, denn sonst kann sich die Naht unschön und leicht auflösen.

verstürzen:

Es werden zwei Stoffteile aufeinander genäht und danach gewendet, wie beispielsweise bei einem Kragen oder einer Manschette. Man verstürzt, um eine saubere Verarbeitung zu erreichen. Oft wird beim verstürzen eine Öffnung gelassen, dass man das Teil noch umdrehen kann, die dann im Nachhinein zugenäht wird.

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